Die Reihe „Jenseits von Privateigentum“ fragt nach Alternativen zu Eigentum als zentralem Prinzip von Wirtschaft und Gesellschaft. Angesichts von Wohnungsnot, Klimakrise und autoritären Entwicklungen rückt die Eigentumsfrage neu ins Zentrum. Welche Formen von Commons, Vergesellschaftung und Gemeineigentum sind möglich – und wie lassen sie sich praktisch durchsetzen?
Die Veranstaltungen verbinden wissenschaftliche Analyse mit aktivistischer Praxis. Sie richten sich an Studierende, Initiativen und eine interessierte Öffentlichkeit. Im Fokus stehen konkrete Beispiele, politische Strategien und theoretische Perspektiven. Der Veranstaltungsort – die Dondorf-Druckerei auf dem Campus Bockenheim – ist selbst Teil dieser Auseinandersetzung: ein kollektiv erkämpfter und genutzter Raum.
Themen- und Terminübersicht:
23.04.: Shoppingmalls zu Sorgezentren (Birgit Wend)
21.05.: Kollektiver Ausstieg aus Eigentumsverhältnissen im Klimakollaps (Michael Hirsch, Kilian Jörg)
27.05.: GKN Florenz und Vergesellschaftung von Produktion (Julia Kaiser)
18.06.: „El Común“ in zapatistischen Gemeinden (Felicitas Treue, Bahram Ghadimi)
02.07.: Digitale Plattformen vergesellschaften (Malte Engler, Aline Blankertz)
16.07.: Gemeineigentum statt Community-Kapitalismus (Silke van Dyk)
21.10.: Privateigentum und rechte Ideologie (Sabine Nuss)
29.10.: Finanzialisierung des Wohnens (Rabea Berfelde, Susanne Heeg)
05.11.: Recht der Vergesellschaftung (Tim Wihl, Isabel Feichtner)
18.11.: Selbstverwaltung und urbane Räume (Luise Butzer)
03.12.: Stadtbodenstiftung (Sabine Horlitz)
Die Veranstaltungsreihe findet in Kooperation mit dem Offenen Haus der Kulturen, dem Verein Aelita und dem Institut für Humangeographie der Goethe-Universität im zweiten Stock der Dondorf-Druckerei (2og:dondorf, Gabriel-Riesser-Weg 3) statt.
